· 

Eindrücke von der BMW PGA Championship 2017

Zu Gast in Wentworth

Einige Majors, das Saisonfinale von Dubai, zwei Ryder Cups und mehrere reguläre Turniere der European und US PGA Tour durfte ich als Journalist schon besuchen. Aber die BMW PGA Championship in Wentworth war eine Premiere. Der Platz gilt als einer der renommiertesten Englands und ist seit dem Umbau auch bei fast allen Profis sehr beliebt (McIlroy sagte dennoch verletzt ab). 

 

Im Rahmen des Turniers wurde erst Mal Henrik Stenson als bester Spieler 2016 geehrt. Der Schwede ist übrigens einer der witzigsten Jungs auf der Tour: Er beschrieb bei der Vergabe äußerst unterhaltsam, dass er in seiner Heimat bei einer Wahl zum Sportler des Jahres gegen ein Pferd verloren habe (Springreiter Peder Fredricson). 

 

Zusammen mit Benjamin (Journal de Golf, Paris) und Hubertus (Golfweek, München) ging es sogar beim Pro-Am mit Bernd Wiesberger an den Start. Mit unseren Vorgaben 3, 5 und 6 hatten wir aber keinerlei Chancen, denn die beste Partie kam auf 34 unter Par. Der Modus: Auswahldrive, dann spielt jeder seinen Ball zu Ende. Schlechter als Par gibt es nicht, die Vorgabe mit Vorgabe. Wer mit Handicap 18 antritt, hat dabei einfach bessere Karten.

Dafür kam mir Homeland-Hauptdarsteller Damian Lewis entgegen ("Woher kenn ich den?", war mein Reflex, als wir uns auf der Range grüßten). Außerdem sah ich unzählige berühmte Fußball und Rugby-Spieler sowie die Jungs von Boyzone, die bei der Siegerehrung mit einer Truppe Schulkinder "Stand by me" sangen. 

 

Die vier Turniertage vergingen im Anschluss wie im Flug. Martin Kaymer erwischte einen schwachen Auftakt und verpasste wie Marcel Siem und Alex Knappe den Cut. Dafür spielte Max Kieffer richtig stark. Nach zwei Tagen lag er bei -6 auf Rang zwei, durfte bei Sky-Moderator Nick Dougherty sein Spiel kommentieren und war auch sonst bestens gelaunt. Am Ende reichte es zwar "nur" für ein Top 25-Ergebnis - aber der Junge kann richtig gut Golf spielen. Sehr respektabel lief es auch bei Florian Fritsch und Bernd Ritthammer. Bei 7 Mio. US-Dollar Preisgeld muss man es erstmal ins Hauptfeld schaffen - und den Cut machen.

 

Ein Interview mit Luke Donald ("Rolex Ambassador" schimpft sich das in der Vermarktung) durfte ich auch noch machen. Es ist gar nicht so lange her, da war der smarte Brite mal die Nummer eins der Welt. 

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0