Großes Kino: Trackman Combine Test

Punkte für alles

Seitdem ich im Jahr 2015 einmal 30 Tage Golf am Stück spielen durfte (bzw. es einfach gemacht habe), ist mir der "Trackman Combine Test" ein Begriff. Vor kurzem war ich mit der Golf.de-Redaktion bei Tino Schuster und Felix Lubenau in Schloss Egmating eingeladen. Auch Nik, ein Vertreter von Trackman für Süddeutschland, war mit am Start. Am Ende stand der Großteil auf der Range und versuchte sich an Schlägen, die aus dem "Combine Test" stammen.  

Das Training mit dem leider sauteuren Messgerät (die VK-Preise starten bei circa 12.500 Euro) ist genial: Man schlägt insgesamt 60 Bälle auf unterschiedliche Distanzen und Ziele. Unnützes Wissen am Rande: Bevor Dustin Johnson an die Spitze der Weltrangliste kam, soll der US-Longhitter sein Wedge-Game mit einem Trackman auf ein neues Niveau gehoben haben. 

 

Die Tourprofis haben genug Geld und viele sind im Besitz eines eigenen Launch-Monitors. Aber Trackman hat es geschafft, die Software so zu gestalten, dass auch das Training richtig gut werden kann. Innovativ ist auch der "Random Mode". Die Software gibt dem Spieler unterschiedliche Entfernungen vor, die man mit je einem Schlag bestmöglich hinbekommen muss. Daraus lassen sich erneut Punkte und Ranglisten generieren. Alles in allem: ein tolles Spielzeug, das aber wegen des hohen Preises für die meisten Normalgolfer nicht in Frage kommt. 

 

Es gibt anscheinend bereits einige Clubs bzw. Trainer in Deutschland, die ein Trackman-Training anbieten. In den meisten Fällen allerdings im Rahmen des Trainings, was das ganze wieder recht teuer macht. Aber wenn mehr Clubs auf den Zug aufspringen, könnte es vielleicht bald soweit sein, dass man für vergleichsweise bezahlbares Geld einen Combine Test mit 60 ordentlichen Bällen machen kann. Eine coole Sache wäre das allemal.

 

Wer Interesse hat: Unter MyTrackMan.com kann man sich kostenfrei registrieren und einige interessante Werte ansehen.

 


Mit einem antiken, aber schwertähnlichen Eisen 1 wurden dann auch noch Bälle geschlagen. Sales-Rep Philipp schaffte mehr als 200 Meter carry, trotz Regen und leichtem Gegenwind. Der Rest, inklusive Ex-European-Tour-Pro Tino Schuster, musste sich mit Längen von unter 175 Metern zufrieden geben. Fazit: Mit richtigen Blades ist der Sport einfach ein ganz anderer.