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Abstecher an die Algarve

Links-Golf an Portugals Südwestküste

Ocean Course von Vale do Lobo
Ab zum Atlantik: #11 auf dem Ocean Course von Vale do Lobo

Kaum aus Brasilien zurück, war ich einige Wochen später schon wieder auf dem Sprung. Diesmal ging es für eine Woche an die Algarve, in das Haus eines Mannschaftskollegen. Da ich gerade dabei bin, einen Online-Video-Kurs für situatives Golftraining auf die Bein zu stellen, sagte ich direkt zu. Denn Videos aus dem grauen Deutschland sind wohl nicht der ganz große Hingucker ...

 

Vilamoura ist immer noch nicht mein Traumreiseziel. Aber die Retortenstadt nahe Faro funktioniert: Die Gäste aus Großbritannien geben sich in den zahlreichen Irish Pubs die Klinke in die Hand und zahlen vergleichsweise viel Geld für eher mäßiges Essen in der touristischen Marina. Immerhin gibt es sogar Guinness. Die Plätze in Vilamoura sind alle ordentlich. Mir gefällt der Old Course am besten, aber natürlich ist der Victoria Course, auf dem das Portugal Masters ausgetragen wird, der Vorzeigeplatz. Die Greenfees sind allerdings wirklich happig. 146 Euro im Februar sind schon etwas übertrieben.  

Wir haben dann zwei Packages über einen Anbieter (justteetimes.com) gebucht und für fünf Runden rund 70 Euro/Greenfee bezahlt. Warum die Clubs von sich aus nicht ähnliche Angebote anbieten, ist mit schleierhaft. Wer aber versucht zu handeln oder auf die Webseiten der zahlreichen Anbieter verweist, bekommt im Sekretariat nur einen überraschten Blick zurück. Bezahlt wird dann, was auf der Liste steht - und das sind ziemlich oft deutlich mehr als 100 Euro. Vale do Lobo kostet laut Liste offiziell 190 Euro. Wir haben im Package 65 Euro bezahlt. 

 

Mit der Auswahl von Vale Do Lobo und Palmares waren wir sehr zufrieden. Der Ocean Course von Vale do Lobo macht richtig Spaß und ist absolut spielbar. Bei Palmares kommt richtiger Links-Flair auf. Auch hier hatten wir zwei tolle Tage. Anbei noch einen Tipp für ein richtig gutes Essen in Vilamoura - trotz englischem Namen ganz ohne Touristenpreise und TV-Fußball-Beschallung: The Fisherman's Shack. Alleine auf eine Aussicht muss man verzichten, denn der Laden liegt hinter einem Striptease-Schuppen in einer Seitenstraße.