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Luxuriös, luxuriöser, Castiglion del Bosco

Auf dem Private Course der Familie Ferragamo in der Toskana abzuschlagen ist durchaus ein ganz besonderes Vergnügen. Sein Namen auf dem Spind eingraviert zu sehen, ebenfalls. 

Es ging schon spektakulär los: Von Montalcino geht es rund 20 Minuten über eine überwiegend sehr staubige Straße durch die Weinberge der Toskana. Vor dem Clubhaus öffnen sich dann wie von Geisterhand die Tore und Clubmanager David und seine Mitarbeiter begrüßen uns freundlich und überreichen jedem einen goldenen Schlüssel mit kleiner Chipkarte. In der Umkleide wartet dann die eigentliche Überraschung: Die edlen Holzspinde sind mit unseren Namen beschlagen. Wir fühlen uns ein bisschen wie die Profis auf der Tour. Zumal der Locker Room einfach der Wahnsinn ist: Neben vier riesigen Duschen gibt es Dampfbad und eine Sauna mit Blick über die Hügellandschaft von Siena. 

 

Auf den Platz, den Tom Weiskopf entworfen hat, darf man eigentlich nur, wenn man im nicht weit entfernten Luxushotel Rosewood ein Zimmer gebucht hat. Und dann auch nur ein einziges Mal. Oder eben, wenn man ein Mitglied im Team hat (wir hatten glücklicherweise letzteres). Die sind allerdings seltener als ein Hole-in-one: Aktuell sind es rund 100 Mitglieder aus der ganzen Welt, viele darunter aus den USA.

 

Wir verbrachten eine geniale Zeit auf dem bis zu 7.187 Yards (6.572 Meter) langen Kurs, der sich je nach Windverhältnissen nicht gerade einfach spielt, aber eine Menge Spaß macht. Natürlich ist auch die Driving Range allererste Sahne. Ballpyramiden, perfektes Gras und Ziele sowie ein anspruchsvolles Chipping-Grün lassen keine Wünsche offen. Zudem gibt es ein 19. Loch, das Brunello Hole. Wer auf dem rund 100 Meter kurzen Extra-Loch ein Ass schießt, bekommt eine Magnum-Flasche vom Resort. Wir spielten hier den "Hut der Schande" aus. Wer das Loch als schlechtester beendet, muss die merkwürdige Eulen-Mütze am darauffolgenden Tag auf dem Platz tragen. Auch eine schöne Belohnung :)

 

Natürlich gibt es über Castiglion del Bosco einige Geschichten. So war Martin Kaymer schon hier, um auszuspannen und etwas zu trainieren. Und Barack Obama hat im vergangenen Jahr abgeschlagen und auch den ein oder anderen Ball verloren. Der ehemalige Präsident der USA spielt übrigens Titleist Pro V1 mit dem Aufdruck "POTUS 44". Als wir eine Woche trainierten, sahen wir immerhin den italienischen Tourspieler Alessandro Tadini